Warnzeichen, auf die Sie achten sollten

Häufig wird Demenz erst im mittleren Stadium erkannt. Eine frühere Diagnose hilft allerdings dabei, rechtzeitig therapeutische Maßnahmen in Angriff zu nehmen und die Lebensqualität maßgeblich zu verbessern.

Immer mehr ältere Menschen sind besorgt, dass die bei ihnen auftretende Vergesslichkeit bereits Frühsymptom der Erkrankung sein könnte. Durch geeignete Gedächtnistests kann nicht beeinträchtigten Personen die Sorge genommen werden, an einer Demenz erkrankt zu sein.

Bei einem Demenztest handelt es sich um wissenschaftlich erprobte und standardisierte Untersuchungsverfahren, mit denen die Hirnleistung beurteilt werden kann. Die Tests umfassen die zeitliche, räumliche und persönliche Orientierung sowie Prüfungen von Gedächtnis, Ausdrucksfähigkeit, logisches Denken und einfache Tätigkeiten.

Warnzeichen für eine beginnende Demenz

Fragebogen bei Demenzverdacht

Dieser Fragebogen kann erste Hinweise auf eine beginnende Demenzerkrankung geben. Er ersetzt keinen Demenztest. Wenn Sie mehrere dieser Fragen mit Ja beantworten können, suchen Sie unbedingt einen Arzt/eine Ärztin auf.

Hat Ihr/-e Angehörige/-r sich in seinem/ihrem Verhalten im Alltag verändert?

Ist er/sie ruhiger geworden, in sich gekehrt, traurig oder depressiv?                                  

Weigert er/sie sich, das Haus zu verlassen und zieht er/sie sich von der Umwelt zurück? 

Wehrt er/sie sich gegen Veränderungen, gegen alles Neue in seiner/ihrer Umgebung?          

Lebt er/sie mehr in der Vergangenheit? 

Macht er/sie einen unsicheren Eindruck?

Verliert er/sie leicht die Orientierung, z. B. bei einem Spaziergang?

Vergisst er/sie häufiger Geburtstage und Termine?

Leidet der/die Angehörige unter Schlafstörungen?

Reagiert er/sie übertrieben ängstlich?

Misstraut er/sie seiner/ihrer Umwelt?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hört Ihr/-e Angehörige/-r öfters Stimmen und bedrohliche Geräusche?

Erkennt er/sie sich im Spiegel selbst nicht mehr?

Ist Ihr/-e Angehörige/-r ständig unruhig und wandert plan- oder ziellos umher?

Reagiert er/sie öfter grundlos gereizt und nervös?

Beschimpft er/sie die BetreuerInnen?

Wird er/sie aggressiv und greift andere tätlich an?

Den Demenz-Fragebogen können Sie hier auch als PDF kostenlos herunterladen!

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Das Wichtigste in Kürze

Zögern Sie nicht, eine/-n Spezialisten/-in aufzusuchen. Eine gute Therapie beruht auf einer exakten Diagnose, die unter medizinischer Aufsicht erfolgen muss.

ExpertInnen im Interview:

Asita Sepandj, Oberärztin des GerontoPsychiatrischen-Zentrums, über die Diagnose „Demenz“. Zum Interview

Einsatzleiterin Ingeborg Holzer über den Ablauf von Diagnoseuntersuchungen. Zum Interview

VOLKSHILFE Österreich | Auerspergstraße 4, 1010 Wien | MAIL demenzhilfe [at] volkshilfe [dot] at | TEL +43 1 4026209 | drucken

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