Hintergründe für veränderte Verhaltensweisen

Menschen mit Demenz sind keine Kinder!

Auch wenn die geistigen Fähigkeiten und die körperlichen Fertigkeiten nachlassen, so bleibt die Wahrnehmung von Gefühlen doch lange erhalten. Die Erkrankten spüren, ob ihnen freundlich begegnet wird, ob jemand liebevoll mit ihnen spricht, oder ob die Pflegenden unter Stress leiden und traurig sind.

Mit einer respekt- und gefühlvollen Begegnung, die die vorhandenen geistigen Fähigkeiten des/der Erkrankten berücksichtigt, kann dazu beigetragen werden, die Stimmung des/der Kranken zu verbessern und z.B. unruhiges Verhalten zu verringern: Das unruhige Verhalten ist oft ein Zeichen von kognitiver Überforderung der demenzkranken Person.

Krankheitsverlauf verstehen

Im Verlauf einer Demenzerkrankung treten erste Symptome oft in fremder Umgebung auf, etwa Orientierungsprobleme am Urlaubsort. Später kann auch die Orientierung im vertrauten Wohnumfeld schwer fallen. Wortfindungsstörungen können auftreten, ebenso Schwankungen der emotionalen Befindlichkeit (Heiterkeit wechselt mit Verzweiflung ab).

Ferner kann der Schlaf-Wach-Rhythmus gestört sein und einfache Alltagsfertigkeiten (sich waschen, anziehen, ohne Hilfe essen) können verloren gehen. Im letzten Stadium der Erkrankung sind die Betroffenen oft nicht mehr fähig, Harndrang und Stuhlgang zu kontrollieren.  

Personen mit Demenz verhalten sich manchmal ähnlich wie Kinder. Sie bleiben jedoch Erwachsene und sollten auch so behandelt werden.

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Das Wichtigste in Kürze:

Die Leitsätze bei der Begleitung Demenzerkrankter lauten: Gut beobachten, Umgang und Verhalten anpassen, Unter- und Überforderung vermeiden.

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