Was verändert sich?

Demenz ist eine Krankheit bei der sich neben den physiologischen auch die psychischen Gegebenheiten verändern.

Erste Anzeichen für eine beginnende Demenz sind häufiges Vergessen oder zeitliche Desorientierung. Mit Fortschreiten der Krankheit kann es zunehmend auch zu Verhaltensänderungen oder sogar zum Verlust der Sprache kommen.

Warnzeichen ernstnehmen

Sollten Sie befürchten, dass bei Ihnen ein potentielles Demenzrisiko besteht, empfehlen wir ehest möglich einen Arzt/eine Ärztin zu konsultieren. Nur durch die frühzeitige Diagnose und die rechtzeitige Behandlung kann der Fortschritt der Krankheit unter Umständen verlangsamt bzw. die Lebensqualität erhalten oder verbessert werden.

Krankheitsverlauf

Der Krankheitsverlauf ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Jede Person ist daher individuell entsprechend ihrer Bedürfnisse zu behandeln.

Grundsätzlich kann die Demenz in drei Stadien unterteilt werden: frühes, mittleres und spätes Stadium. Bei jedem Menschen entwickelt sich die Krankheit individuell. Lassen Sie sich daher nicht beunruhigen, sondern suchen Sie das Gespräch mit einem Arzt/einer Ärztin Ihres Vertrauens.

Diagnose Demenz - was ist zu tun?

Die Diagnose ist für viele Menschen ein Schock. Manche Betroffene haben Angst, dass Familie, Freunde oder Bekannte die Erkrankung bemerken und ziehen sich deshalb zurück oder verheimlichen die Krankheit.

In Österreich leiden ca. 130.000 Menschen an Demenzerkrankungen. Demenz ist keine Schande, sondern eine ernstzunehmende Erkrankung.

Persönliches regeln

Wichtig ist, sich auf die geänderte Lebenssituation einzustellen. Ziehen Sie Personen ins Vertrauen, um finanzielle, rechtliche und medizinische Angelegenheiten zu regeln.

Nehmen Sie sich Zeit, um sich folgende Fragen zu überlegen:

Insbesondere im frühen Krankheitsstadium können Betroffene einiges tun, um ein selbstbestimmtes Leben fortsetzen zu können. Treiben Sie Sport und achten Sie auf gesunde Ernährung. Verfolgen Sie auch weiterhin Ihre Hobbies und strukturieren Sie Ihren Alltag, um sich bessere orientieren zu können.

Wenn Pflege nötig wird

Zu Beginn der Krankheit sind viele Betroffene in der Lage, viele Dinge selbstständig zu erledigen. Je weiter die Erkrankung fortschreitet, desto intensiver werden aber Betreuung und Pflege.

Pflege ist mehr als körperliche Hilfe. In Österreich erbringen Familienangehörige den weitaus überwiegenden Anteil an Hilfs-, Betreuungs- und Pflegeleistungen. Klären Sie mit Ihren Angehörigen, wie der Pflegealltag gestaltet wird und ob Sie sich professionelle Unterstützung ins Haus holen wollen.

Rollenverteilung in der Familie

Gerade in der Familie hat jede Pflegebeziehung eine Vorgeschichte. Typisch ist oft eine Rollenumkehr: Das Kind pflegt einen Elternteil oder  Schwiegertöchter oder -söhne pflegen ihre Angehörigen. Die gemeinsame Vergangenheit wirkt auf die aktuelle Situation ein.

Zögern Sie nicht, über Ihre Gefühle zu sprechen. Nur so können Sie sie verstehen und sich selbst mit Ihren Bedürfnissen vertraut machen. Lernen Sie, Gefühle als Zeichen wahrzunehmen, um besser auf sich selbst Acht zu geben.

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Das Wichtigste in Kürze

Demenzerkrankung haben psychische aber auch physiche Auswirkungen. Doch insbesondere im frühen Krankheitsstadium können Betroffene einiges tun, um ein selbstbestimmtes Leben fortsetzen zu können. Achten Sie weiterhin auf Ihre Gesundheit indem Sie Sport betreiben und auf gesunde Ernährung Wert legen. Verfolgen Sie auch Ihre Hobbies weiter und strukturieren Sie Ihren Alltag, um sich bessere orientieren zu können.

 

Sprechen Sie auch mit einer Vertrauensperson, um rechtliche und finanzielle Fragen oder allenfalls nötige medizinische Behandlungen zu klären.

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