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Sekundäre Formen der Demenzerkrankung

Als sekundäre Formen werden Demenzerkrankungen bezeichnet, bei denen der geistige Verfall Folge einer anderen organischen Erkrankung ist.

Das bedeutet, hier ist nicht das Gehirn das unmittelbar betroffene Organ, sondern es liegt eine andere organische Erkrankung vor, zum Beispiel: Medikamentenvergiftung, Missbrauch von Alkohol oder Drogen, Depression, Schilddrüsenunterfunktion oder Herz-Kreislauf-Insuffizienz.

Die Behandlung dieser Erkrankung führt in der Regel zu einem Rückgang der Demenzsymptome. Somit ist diese Demenzform heilbar. Waren die empfindlichen Nervenzellen der schädigenden Ersterkrankung allerdings zu lange ausgesetzt, können dennoch irreversible Schäden entstanden sein.

Beispiele für sekundäre Formen sind:

Vaskuläre Demenz

Minderdurchblutung durch Hirninfarkt, Schlaganfall oder Schädigung der kleinen Gefäße (Microangiopathie) ist Auslöser der vaskulären Demenz. Durch die verminderte Sauerstoff- und Nährstoffzufuhr werden betroffene Bereiche schlecht versorgt, sodass es zu einer Abnahme der Leistungsfähigkeit kommt. Typisch für Menschen, die an vaskulärer Demenz leiden, sind kognitive Störungen, die in zeitlicher Nähe zu vaskulären Erkrankungen auftreten, sowie vermehrte Stimmungsschwankungen.

Alkoholdemenz (Wernicke-Korsakow-Syndrom)

Als Folge einer Abhängigkeit von Alkohol kommt es bei ca. fünf Prozent der Betroffenen zur dauerhaften Schädigungen des Gehirns. Dabei treten Symptome wie Gedächtnisstörungen, Desorientiertheit, eingeschränkte Planungs- und Handlungsfähigkeit, beeinträchtigtes Urteilsvermögen sowie gravierende Persönlichkeitsveränderungen auf.

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Das Wichtigste in Kürze:

Sekundäre Demenz ist seltener als primäre Demenzformen. Sie kann beispielsweise durch eine Medikamentenvergiftung, durch Gifte wie Alkohol oder Drogen, aber auch durch Depressionen ausgelöst werden. Im Unterschied zur primären Demenz besteht bei sekundäre Demenzformen die Chance auf Heilung.

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