Intimität

Jeder Mensch hat ein Recht auf Intimität.

Intimität bezieht sich nicht nur auf den körperlichen Intimbereich, sondern meint auch eine tiefe Vertrautheit. Sie ist Ausdruck von Sympathie und Empathie. Intimität kann durch einen Blick, ein Gespräch, eine Geste, ein Lächeln oder eine Berührung zum Ausdruck gebracht werden. Im Alter nimmt das Bedürfnis nach Zuwendung und zärtlicher Berührung, die Sehnsucht nach Liebe und Bestätigung nicht ab.

Die Pflege des eigenen Vaters oder der Mutter kann sehr belastend sein. Intime Körperzonen der Pflegebedürftigen werden bei der Pflege entblößt, berührt, gereinigt. Das kann für beide, den/die pflegende/-n Angehörige/-n und den/die Gepflegte/-n, als unangenehm sein. Scham und Hilflosigkeit können sich einstellen.

Wichtig ist es, diese Gefühle zuzulassen, eventuell darüber zu reden und sich Zeit zu geben.

Wichtig ist es auch, Folgendes zu unterscheiden: „Was belastet mich?“ und „Was belastet die Person, die gepflegt wird?“.

Als pflegende/-r Angehörige/-r sollten Sie darauf achten, dass der pflegebedürftige Mensch, trotz seines Alters und geschwächten Zustandes, seine Eigenständigkeit und die Kontrolle über sich selbst behält. Je höher die Abhängigkeit einer/eines Pflegebedürftigen ist, desto wichtiger ist es, die Pflegehandlungen zu hinterfragen.

Besprechen Sie mit der/dem Pflegebedürftigen, ob Sie die intime Körperpflege, wenn sie nicht mehr selbstständig wahrgenommen werden kann, durchführen sollen oder ob diese durch einen mobilen Pflege- und Betreuungsdienst übernommen werden soll.

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Das Wichtigste in Kürze

Eine gute Pflegebeziehung zeichnet sich durch Respekt und Wertschätzung
aus. Bei der Pflege zu Hause sollte genau überlegt werden, ob die ohnehin große familiäre Nähe und das Verwandtschaftsverhältnis dem nicht entgegenstehen.

 

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