Gedächtnistraining

Regelmäßiges Gedächtnistraining kann helfen, die geistigen Fähigkeiten von Menschen mit Demenz möglichst lange zu erhalten.

Auch beim Gedächtnistraining ist wichtig, dass Lebensfreude, Selbstwertgefühl und Anerkennung im Mittelpunkt stehen. Dabei sollten jene Bereiche gefördert werden, in denen der/die Kranke noch kompetent ist. Völlig ungeeignet sind Übungen, die die Erkrankten überfordern und dabei Stress und Frustration auslösen. Es geht nicht um „Leistung“, sondern um ein spielerisches Training der Gehirnfunktionen.

Im frühen Stadium einer Demenzerkrankung können noch sehr viele Trainingsangebote genutzt werden. Manche Personen mit Demenz lassen sich eher zum Training in der Gruppe motivieren. So kann man versuchen, Verwandte und FreundInnen zum Mitspielen anzuregen. Im fortgeschrittenen Stadium kann versucht werden, die geistige Aktivität durch sehr einfache Trainingsprogramme zu erhalten und anzuregen. Dabei sollte weiterhin versucht werden, an Erinnerungen und Gefühle anzuknüpfen.

Gedächtnistraining für Betreuende

Angehörige von Menschen mit Demenz interessieren sich häufig für Trainingsprogramme, mit denen das Auftreten einer Demenz verhindert werden kann. Bisher gibt es leider keine Möglichkeit eine Demenzerkrankung durch Training, Ernährung usw. zu vermeiden.

Allerdings weisen wissenschaftliche Studien darauf hin, dass regelmäßiges Training der geistigen Fähigkeiten wie Sprache, logisches Denken, Neu- und Altgedächtnis, Aufmerksamkeit, Konzentration usw. ermöglicht, die geistige Leistungsfähigkeit länger zu erhalten.

Ferner ist zu empfehlen, das Training der geistigen Fähigkeiten mit körperlichen Übungen (dazu gehören auch Spaziergänge an der frischen Luft) zu ergänzen und auf eine ausgewogene Ernährung zu achten.

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Das Wichtigste in Kürze

Kontinuierliches Training kann die Leistungsfähigkeit unseres Gehirns positiv beeinflussen. Es gibt zahlreiche Übungsangebote, die auf die Bedürfnisse demenzerkrankter Menschen zugeschnitten sind. Gedächtnistrainings können auch mit Bewegung, beispielsweise einem Spaziergang an der frischen Luft, kombiniert werden.

ExpertInnen im Interview

Warum man mit Denkübungen nicht früh genug beginnen kann, erklärt Psychologin Karin Fleischhacker. Zum Interview

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