Was sind Demenzerkrankungen?

Demenz ist eine Krankheit, die das Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen stark verändert.

Anders als ein Herzinfarkt schleicht sich die Demenz nahezu unbemerkt ein. Anfangs treten kleine Fehler auf: Ein Termin wird vergessen, ein Schlüssel geht verloren, ein Zimmer wird betreten und der Grund dafür ist nicht mehr bewusst. Der Beginn der Erkrankung wird von Betroffenen und Angehörigen leicht übersehen, da kleinere Unsicherheiten in der Merkfähigkeit bei jedem Menschen gelegentlich vorkommen.

Der Begriff „Demenz“ wird von dem lateinischen Wort dementia abgeleitet und bedeutet wörtlich „ohne Verstand“. Nach und nach kommen wichtige Funktionen des Gehirns abhanden, wie beispielsweise das Gedächtnis, Denken, Orientierung, Auffassung, Handlungsplanung und Sprache. Veränderungen in Verhalten und Affekt einschließlich der Persönlichkeit können auftreten.

Demenz betrifft alle Schichten der Gesellschaft. Sie ist unabhängig von kultureller Zugehörigkeit, Geschlecht oder geographischer Lage.

Mit zunehmendem Alter steigt die Gefahr, an einer Demenz zu erkranken. Im Jahr 2000 litten
2,7 Prozent der 60- bis 79-Jährigen und fast ein Fünftel der über 80-Jährigen an einer Demenz. Für das Jahr 2050 werden 233.800 Fälle vorhergesagt, das sind 8,28 Prozent der über 60-jährigen Bevölkerung. Voraussichtlich erleiden 151.400 an einer Alzheimer-Demenz und 40.200 an der vaskulären Demenz (vgl. Demenzhandbuch BMASK 2008, S.8).

 

Männer und Frauen sind von Demenzerkrankungen mit etwa gleicher Wahrscheinlichkeit betroffen. Dennoch sind weit mehr Frauen erkrankt als Männer. Die Ursache ist, dass Frauen im Durchschnitt einige Jahre älter werden als Männer. Mehr Daten und Fakten

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen primärer und sekundärer Demenz. Oftmals liegen die Demenzformen nicht „rein“ vor, sondern in Mischform. Die Alzheimer-Krankheit als häufigste Demenzform tritt zwar hauptsächlich bei Menschen über 70 Jahren auf. Sie kann in seltenen Fällen aber auch Menschen um die 50 betreffen.

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Das Wichtigste in Kürze

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen primärer und sekundärer Demenz. Oftmals liegen die Demenzformen nicht „rein“ vor, sondern in Mischform. Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Demenzform.

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