Demenzabklärung

Die erste Anlaufstelle: der/die Hausarzt/Hausärztin

Um von einer Demenzerkrankung sprechen zu können, ist ein Gespräch mit dem Arzt/der Ärztin Ihres Vertrauens sinnvoll. Er/Sie wird kognitive Leistungsstörungen überprüfen. Sie können Ihre Sorgen und Ängste mitteilen und erhalten kompetente Information und Unterstützung. Idealerweise spricht der Arzt/die Ärztin zusätzlich mit den Familienmitgliedern.

Es ist schwer sich, an alle relevanten Punkte zu erinnern, die man während dem Arztbesuch besprechen möchte. Hilfreich ist, wenn Sie zuvor eine Liste mit Fragen und Symptomen erstellen. Diese Punkte können Sie in Ruhe der Reihe nach gemeinsam durchgehen. Falls der Arzt/die Ärztin es für nötig hält, wird anschließend ein Demenz-Test durchgeführt. Dafür kann der Hausarzt/die Hausärztin die betroffene Person an einem Facharzt/eine Fachärztin in Geriatrie, Neurologie, Psychiatrie oder in eine Memory Clinic überweisen.

Der/die Spezialistin führt eine sorgfältige diagnostische Untersuchung durch. So lässt sich ausschließen, dass es sich bei den beobachteten Symptomen um Kennzeichen anderer Krankheiten handelt.

Früherkennung durch Uhrentest und Co.

Durch den sogenannten Uhrentest lassen sich die kognitiven Fähigkeiten sehr einfach überprüfen.

Sie erhalten ein Blatt Papier mit einem vorgezeichneten Kreis. Danach werden Sie gebeten, das Zifferblatt einer Uhr zu zeichnen und eine bestimmte Zeigereinstellung (beispielsweise 08:25 Uhr) einzutragen. 

Anhand verschiedener Abweichungen in der erstellten Zeichnung (Zifferblatt, Schriftbild der Zahlen, Fehlen der Ziffern oder Zeiger etc.) lassen sich Rückschlüsse auf den Grad der Hirnfunktionsstörung sowie auf Demenz ziehen.

Zur Demenzabklärung gehören: 

Im Rahmen der Differenzialdiagnose bestimmen die SpezialistInnen, um welche Demenzform es sich höchstwahrscheinlich handelt. Nach Abschluss der Untersuchungen können die SpezialistInnen mit größter Wahrscheinlichkeit die Art der Demenzerkrankung und das Stadium, in dem sich der/die Betroffene befindet, feststellen.

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Das Wichtigste in Kürze

Eine professionelle Diagnose ist wichtig, um andere Ursachen auszuschließen. Auch Angehörige, die ihre Beobachtungen schildern, können zur raschen Diagnose beitragen.

ExpertInnen im Interview

Asita Sepandj, Oberärztin des GerontoPsychiatrischen-Zentrums, über die Diagnose „Demenz“. Zum Interview
 

Einsatzleiterin Ingeborg Holzer über den Ablauf von Diagnoseuntersuchungen. Zum Interview

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