Berufstätigkeit und Demenz

Trotz Krankheit erwerbstätig bleiben

Demenz wird nicht ausschließlich erst im Pensionsalter sichtbar. Betroffene können bereits wesentlich jünger sein. Mit der Diagnose stellen sich die Fragen, ob man seinen Arbeitsplatz verliert und wie der Lebensunterhalt in Zukunft verdient werden soll. Doch die Diagnose bedeutet nicht zugleich den Verlust des Jobs.

Kündigen Sie nicht vorzeitig

Wurde die Krankheit Demenz diagnostiziert, so ist nicht augenblicklich mit einem kompletten Gedächtnisverlust zu rechnen. Grundsätzlich schreitet die Krankheit langsam voran und kann durch körperliche und geistige Aktivitäten verzögert werden. Es wäre daher zu empfehlen, den Job nicht sofort zu kündigen. Besprechen Sie Ihre Situation vorerst mit einer Person Ihres Vertrauens und erkundigen Sie sich bei zuständigen Ämtern über Ihre Rechte und Pflichten.

Vorgesetzte informieren

Macht sich die Krankheit bei Ihrer Arbeit bereits bemerkbar, zum Beispiel durch vermehrte Konzentrationsschwächen, so wäre es empfehlenswert, das Gespräch mit Vorgesetzten oder einem Personalvertreter/einer Personalvertreterin zu suchen. Dadurch lässt sich eventuell ein gemeinsamer Konsens über die Arbeitsaufgaben treffen, die an Ihre Bedürfnisse angepasst werden können.

Hilfe von Ämtern

Wenn ein Verdacht auf verminderte Erwerbsfähigkeit aufgrund von Demenz besteht, steht Ihnen das Bundessozialamt für Informationen zur Verfügung. Auf Ansuchen und Beurteilung durch Sachverständige besteht die Möglichkeit, einen Behindertenpass ausstellen zu lassen.

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Das Wichtigste in Kürze

Insbesondere in einem frühen Krankheitsstadium sollten Sie Ihren Job nicht vorzeitig kündigen. Informieren Sie sich rechtzeitig über Ihre Rechte und Pflichten. Empfehlenswert kann es auch sein, wenn Sie Ihre Vorgesetzten über ihre Krankheit aufklären.

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